Exkursion nach Kutná Hora
Wie werden öffentliche Verkehrssysteme attraktiv, effizient und zukunftsfähig gestaltet? Antworten auf diese Frage erhielten Studierende und Lehrkräfte der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ bei einer Fachexkursion nach Prag und Mittelböhmen. Ein besonderer Programmpunkt war dabei der Besuch der historischen Stadt Kutná Hora.
Kutná Hora als Vorbild für integrierte Mobilität
Die rund 21.000 Einwohner zählende Stadt in Mittelböhmen gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt zugleich als bemerkenswertes Beispiel für einen gut organisierten Öffentlichen Personennahverkehr. Im Rahmen der Exkursion besuchten Studierende der Professur für Betrieb von Bahnsystemen sowie der Professur für Öffentlichen Verkehr die Stadt, um sich vor Ort mit der Planung, Organisation und Weiterentwicklung des ÖPNV auseinanderzusetzen.
Kutná Hora verfügt über ein eng getaktetes und vollständig integriertes Angebot aus Stadt- und Regionalverkehr. Der Stadtverkehr verkehrt werktags im 15-Minuten-Takt, an Wochenenden im 30-Minuten-Takt. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Regionalbuslinien, die eine gute Erreichbarkeit der umliegenden Gemeinden gewährleisten. Damit bietet die Stadt ein anschauliches Beispiel dafür, wie auch kleinere Städte durch konsequente Planung und Integration attraktive Mobilitätsangebote schaffen können.
Während ihres Aufenthalts wurden die Dresdner Gäste von Vertreter:innen der Stadtverwaltung empfangen und erhielten Einblicke in die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs der vergangenen Jahre. Im Mittelpunkt standen dabei die Integration der Busverkehre, die Organisation des Betriebs sowie Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Angebots für Fahrgäste. Auch die Herausforderungen kommunaler Verkehrsplanung wurden im Rahmen einer Fachpräsentation diskutiert. Über den Besuch berichtete zudem die lokale Zeitung „Kutnohorské listy“, die das Interesse der Dresdner Studierenden an den erfolgreichen Mobilitätskonzepten der Stadt hervorhob.
Lernen an realen Verkehrssystemen
Der Besuch in Kutná Hora verdeutlicht, wie internationale Exkursionen den Blick über den Tellerrand ermöglichen und den Studierenden wertvolle Impulse für ihre spätere berufliche Tätigkeit vermitteln. Gleichzeitig zeigt er, wie moderne Verkehrswissenschaft dazu beiträgt, erfolgreiche Mobilitätskonzepte zu verstehen, weiterzuentwickeln und auf andere Regionen zu übertragen.