Bild
Projektgruppe am Bahnhof
TUD | Martin Jareš
Projektgruppe am Bahnhof Děčín
Forschungsprojekt

Erste Ergebnisse im Interreg-Projekt Nationalpark Sächsisch-Böhmische Schweiz und Einladung zu öffentlichem Workshop

Seit April 2024 läuft das Interreg-Projekt „Verkehrsangebote des Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz“. Am 6. Oktober 2026 trafen sich die Projektpartner in Děčín, um erste Ergebnisse vorzustellen. Am 11. November sollen die Projektergebnisse in einem öffentlichen Workshop diskutiert werden.

Im Interreg-Projekt „Verkehrsangebote des Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz“ arbeiten die Projektpartner Technische Universität Prag (Arbeitsstelle Děčín), Technische Universität Dresden, Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz sowie das Regionalverkehrsunternehmen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gemeinsam an dem Ziel, den grenzüberschreitenden Nahverkehr zu verbessern.

Nach intensiven Analysen des bestehenden Verkehrsangebots, der Besucherströme sowie der Situation des Autoverkehrs, konnten nun bei einem internen Workshop der Projektpartner auf dem Schloss Děčín erste Ergebnisse präsentiert werden.

Es wurden die Ergebnisse der Auswertung der Parksituation und die Erkenntnisse zum „wilden“ Parken von PKW im Untersuchungsgebiet vorgestellt. Die Ergebnisse sollen den betroffenen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden mit dem Ziel, die Beschilderung zu verbessern.

Der Projektleiter Jiří Zeisek (Technische Universität Prag) präsentierte das ausgehend von seinen Untersuchungen zum Zustand der Parkplätze im Nationalpark entwickelte Modell eines Musterparkplatzes. Martin Jareš (Technische Universität Dresden) berichtete von Erhebungen der Fahrgastzahlen bei den Elbfähren. Auf dieser Grundlage wurden detaillierte Vorschläge zur Verbesserung des Taktes erarbeitet.

Zahlreiche Vorschläge zur punktuellen Verbesserung des Verkehrsangebots, beispielsweise durch geänderte Linienführung oder bessere Taktung, konnten zudem ausgehend von wissenschaftlichen Arbeiten zu einzelnen Teilaspekten und durch Exkursionen ins Untersuchungsgebiet entwickelt werden. Diese werden die Projektverantwortlichen den Verkehrsbetrieben unterbreiten.

Schließlich wurden die  Bemühungen der Verkehrsunternehmen auf beiden Seiten der Grenze, statische (z.B. Fahrpläne) und dynamischen Daten (z.B. Verspätungen), noch umfassender auszutauschen, beschrieben. Trotz verschiedener Hindernisse konnten hier erste Erfolge erzielt werden.

Einladung zum öffentlichen Workshop am 11.11.2026

Die Projektpartner laden Gemeinden, Interessensverbände, Unternehmen und Einwohner des Untersuchungsgebiets sowie alle Interessierten herzlich zum öffentlichen Workshop ein. Dieser wird am 11.11.2026 auf dem Schloss Děčín ein. Dort werden die Projektergebnisse vorgestellt und mit den Gästen diskutiert und die weitere Implementierung in die Praxis besprochen.

Zur Anmeldung

Hintergrund: Interreg Sachsen – Tschechien 2021-2027

Das Programm zur „Europäischen territorialen Zusammenarbeit (Interreg)“ finanziert grenzübergreifende Kooperationsprojekte und fördert die Weiterentwicklung der sächsisch-tschechischen Grenzregion. In den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Bildung und Zusammenarbeit fördert die Europäische Union bis 2027 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 152,3 Millionen Euro.

Das Verbundprojekt "Verkehrsangebote des Nationalparks Böhmische und Sächsische Schweiz" ist angesiedelt in den Bereichen Zusammenarbeit und Vertrauensbildung. Das Forschungsvorhaben wird mit einer Gesamtsumme von 1.169.987,04 € für eine Projektlaufzeit bis Oktober 2027 gefördert.

An dem Projekt sind Mitarbeitende der Professuren für Betrieb von Bahnsystemen, Professur für Öffentlichen Verkehr, Professur für Informationstechnik für Verkehrssysteme sowie der Professur für Verkehrsprozessautomatisierung beteiligt.

Content

Kontakt

Tschechische Technische Universität in Prag, Arbeitstelle Děčín

Ing. Jiří Zeisek

Technische Universität Dresden
Professur für Betrieb von Bahnsystemen

Forschungsgruppe - Öffentlicher Personennahverkehr

Ing. Martin Jareš, Ph.D.

Dipl.-Ing. Steffen Dutsch

Caroline Siebert, B.A.

30

Weitere News